Offenheit ist die Basis für Transparenz

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Ihre Fragen zum Thema Transparenz

Trans­pa­renz ist uns wich­tig. Auf die­ser Sei­te ha­ben Sie die Mög­lich­keit, Ihre Fra­gen rund um un­se­re In­for­ma­tio­nen auf die­ser Web­sei­te so­wie zu Qua­li­tät und Tier­schutz in der Flei­scher­zeu­gung zu stel­len. Un­se­re Fach­leu­te be­ant­wor­ten alle Fra­gen per­sön­lich und ste­hen Ih­nen Rede und Ant­wort. Bit­te ha­ben Sie Ver­ständ­nis da­für, dass wir gleich­ar­ti­ge Fra­gen zu ähn­li­chen The­men­kom­ple­xen ge­sam­melt be­ant­wor­ten.

"Gu­ten Tag, Auf Ih­rer Sei­te ver­öf­fent­li­chen Sie den An­teil gra­vi­der Kühe und Fär­sen, die im letz­ten Drit­tel ih­rer Träch­tig­keit in Ih­ren Schlacht­hö­fen im letz­ten Quar­tal ge­schlach­tet wor­den sind. Ist es mög­lich, dass Sie mir die An­tei­le der letz­ten vier Quar­ta­le zu­kom­men las­sen, oder aber ei­nen Mit­tel­wert, so­wie die An­zahl der bei Ih­nen ins­ge­samt ge­schlach­te­ten Kühe und Fär­sen in den je­wei­li­gen Zeit­räu­men (oder ein Durch­schnitts­wert)?" Max Grass­fed be­ant­wor­tet von Dr. Anne Hil­ler

Dr. Anne Hil­ler: Sehr ge­ehr­ter Herr Grass­fed,

Ihre Nach­richt vom 8. Mai 2019 ha­ben wir dan­kend er­hal­ten und möch­ten Ih­nen dazu ei­ni­ge In­for­ma­tio­nen ge­ben. Im Jahr 2018 wur­de bei 0,4 % der bei Vion in Deutsch­land ge­schlach­te­ten Fär­sen und Kühe (ins­ge­samt rund 530.000 weib­li­che Tie­re) im Rah­men der amt­li­chen Fleisch­un­ter­su­chung das Vor­lie­gen ei­ner Träch­tig­keit im letz­ten Drit­tel fest­ge­stellt.

Im Quar­tal 1/​2018 wa­ren dies 0,48%, Quar­tal 2/​2018 0,45%, Quar­tal 3/​2018 0,41%, Quar­tal 4/​2018 0,35%.

Ne­ben der be­ste­hen­den ge­setz­li­chen Re­ge­lung des Trans­por­tes hoch­tra­gen­der Rin­der hat der Ge­setz­ge­ber seit dem 01.09.2017 ge­mäß §4 des Tier­er­zeug­nis­se-Han­dels-Ver­bots­ge­setz ein Ab­ga­be­ver­bot für Tie­re (Rin­der und Schwei­ne) im letz­ten Drit­tel der Träch­tig­keit zur Schlach­tung aus­ge­spro­chen. Aus­nah­men von die­sem Ver­bot sind in be­stimm­ten Fäl­len mög­lich.
Wir sind be­strebt den An­teil zur Schlach­tung ab­ge­ge­be­ner hoch­tra­gen­der Rin­der aus Tier­schutz­grün­den noch wei­ter zu sen­ken.

Ge­mein­sam mit Land­wir­ten und dem Baye­ri­schen Bau­ern­ver­band ha­ben wir hier­zu ein Mel­de­sys­tem ein­ge­führt, um den Tier­hal­tern die­se In­for­ma­ti­on als Feed­back zu über­mit­teln. Dar­über hin­aus be­tei­li­gen wir uns an For­schungs­pro­jek­ten zu die­sem The­ma.

Wir hof­fen ihre Fra­ge aus­rei­chend be­ant­wor­tet zu ha­ben und ste­hen für wei­te­re Fra­gen ger­ne zur Ver­fü­gung.
Mit freund­li­chen Grü­ßen,

Dr. Anne Hil­ler

"Sehr ge­ehr­te Da­men und Her­ren, bis zu wel­chem Al­ter schlach­ten Sie Rin­der?" Char­lyn Hal­lens­le­ben be­ant­wor­tet von Jür­gen Schmidt

Jür­gen Schmidt: Sehr ge­ehr­te Frau Hal­lens­le­ben,

Vie­len Dank für Ihre Nach­richt, die wir Ih­nen ger­ne be­ant­wor­ten. Das Schlacht­al­ter der Rin­der ist stark von der Ka­te­go­rie des Schlacht­tie­res ab­hän­gig. Es wird hier zwi­schen Bul­len, Fär­sen und Kü­hen un­ter­schie­den. Bul­len wer­den in der Re­gel ab ei­nem Al­ter von ca. 18 Mo­na­ten ge­schlach­tet. Bei Fär­sen han­delt es sich um weib­li­che Tie­re, die noch nicht ge­kalbt ha­ben. Die Kühe sind zum Zeit­punkt der Schlach­tung in Deutsch­land im Schnitt zwi­schen 5 und 6 Jah­ren alt. Wir hof­fen Ihre Fra­ge aus­rei­chend be­ant­wor­tet zu ha­ben und ver­blei­ben mit freund­li­chen Grü­ßen,

Jür­gen Schmidt

"Ver­ehr­tes Mit­ar­bei­ter Team Vion Wald­krai­burg! Um Mis­stän­de wie an Schlacht­häu­sern in Ol­den­burg vor­zu­beu­gen schla­ge ich vor, auch Ih­ren Schlacht­hof per Vi­deo zu über­wa­chen und gut sicht­ba­re Ka­me­ras zu in­stal­lie­ren. Für eine ak­ti­ve Mit­ar­bei­ter Über­wa­chung bin ich ger­ne be­reit." An­ge­la Mo­er­kerken be­ant­wor­tet von Dr. Anne Hil­ler

Dr. Anne Hil­ler: Sehr ge­ehr­te Frau Mo­er­kerken, vie­len Dank für Ihre Nach­richt. Wir set­zen be­reits in un­se­rem Rin­der­schlacht­be­trieb in Wald­krai­burg Ka­me­ras in Be­rei­chen mit le­ben­den Tie­ren ein. Kon­kret heißt das, dass wir im Be­reich der An­lie­fe­rungs­ram­pen über den Stall und die Treib­gän­ge bis hin zur Be­täu­bungs­box, dem Aus­wurf so­wie der Ent­blu­tung Ka­me­ras in­stal­liert ha­ben. Die­se Auf­nah­men wer­den täg­lich stich­pro­ben­ar­tig von ei­nem Tier­schutz­be­auf­trag­ten und der Qua­li­täts­si­che­rung über­prüft.

Nun schon gleich mei­ne ers­te Fra­ge: Sie spre­chen von stich­pro­ben­ar­ti­ger Über­prü­fung des Vi­deo­ma­te­ri­als. Wie viel Zeit wird tat­säch­lich in­ves­tiert?

Ger­ne be­ant­wor­ten wir auch ihre Nach­fra­ge. Die Um­set­zung und Über­wa­chung des Tier­schut­zes an al­len Vion Stand­or­ten er­folgt an­hand ei­nes ein­heit­li­chen Tier­schutz­über­wa­chungs­ver­fah­rens. Die Über­wa­chung per Ka­me­ra ist ein In­stru­ment die­ses Sys­tems. Die Qua­li­tät der Ar­beit mit le­ben­den Tie­ren be­ruht auf dem Ein­satz qua­li­fi­zier­ten Per­so­nals, das re­gel­mä­ßig ge­schult wird, Vor­ga­ben für den Um­gang mit le­ben­den Tie­ren, so­wie ei­nem Ei­gen­kon­troll­sys­tem (Durch­füh­rung von Kon­trol­len vor Ort, Mo­ni­to­ring über Vi­deo­ka­me­ras). Die Ar­beit un­se­rer Mit­ar­bei­ter wird mehr­mals täg­lich vor Ort im Rah­men der Ei­gen­kon­trol­le über­prüft, dar­über hin­aus er­folgt täg­lich eine Kon­trol­le der Ar­beit über die Live-Bil­der.

Mit freund­li­chen Grü­ßen,

Dr. Anne Hil­ler

"Hal­lo, habe fol­gen­de Fra­gen: Was ver­birgt sich hin­ter "QS-Ri.Fleisch. Art.-Nr.: 2666036? Was un­ter­schei­det Rin­der-Strei­fen­fleisch von Jung­bul­len-Strei­fen­fleisch? Wie ist es für den Ver­brau­cher er­kenn­bar?" Falk Seu­the be­ant­wor­tet von Dr. Anne Hil­ler

Dr. Anne Hil­ler: Sehr geehrter Herr Seuthe, zunächst vielen Dank für Ihre Anfrage und Ihr damit verbundenes Interesse an unseren Produkten. Gerne möchten wir Ihnen Ihre Anfrage beantworten.
Die Artikelbezeichnung “QS-Ri-Fleisch” steht für Rindfleisch, welches nach den Kriterien des QS-Prüfsiegels erzeugt und hergestellt wurde (weitere Informationen zu QS finden Sie unter: www.q-s.info). Die von Ihnen angegebene Artikelnummer steht für die vollständige Artikelbezeichnung “QS-Ri. Fleisch zur Hackfleischherstellung vac” was bedeutet, dass für diesen Artikel eine spezielle Rohstoffauswahl gemäß der gültigen Rechtsverordnung erfolgt ist und das Fleisch zur besseren Haltbarkeit in Vakuumbeuteln an unsere Kunden geliefert wurde.
Während bei Rinder-Streifenfleisch sowohl Rindfleischteile von weiblichen und männlichen Tieren – unabhängig vom Tieralter des Tieres – verwendet werden, ist die Rohstoffauswahl bei Jungbullen-Streifenfleisch auf das Fleisch männlicher Tiere in einem Alter zwischen 12 und 24 Monaten beschränkt. Die Farbe des Fleisches und des Fettes können Rückschlüsse auf die Zusammensetzung zulassen. Für den Verbraucher ist der Unterschied über die Angabe auf der Verpackung nachvollziehbar. 

Mit freund­li­chen Grü­ßen,

Dr. Anne Hil­ler

"Sehr ge­ehr­te Da­men und Her­ren, ver­wen­den Sie in Ih­ren Pro­duk­ten Jod­salz? z. B; Le­ber­kä­se zum selbst ba­cken im Kühl­re­gal bei Net­to? Lei­der habe ich eine Jo­dall­er­gie, schon ge­rin­ge Men­gen Jod­salz lö­sen hef­ti­ge Haut­aus­schlä­ge aus." Mar­kus Wey­er, Plochin­gen be­ant­wor­tet von Dr. Anne Hil­ler

Dr. Anne Hil­ler: Sehr geehrter Herr Weyer, 

wir bedanken uns für Ihre Frage, die wir gerne beantworten. Wird einem Lebensmittel Jod-/-salz zugesetzt, so ist dieses im Zutatenverzeichnis aufgeführt. Das Zutatenverzeichnis finden Sie auf der Verpackung des Lebensmittels.

Mit freundlichen Grüßen,

Dr. Anne Hiller

"Hal­lo, ich habe eine Hob­by­zucht für Kat­zen. Mein Fleisch­be­darf pro Tag be­läuft sich auf ca. 1 kg. Hier­von ent­fällt ca. die Hälf­te auf Rind und Rin­der­in­ne­rei­en. Wie ich be­reits weiss, wer­den im Schlacht­hof Buch­loe Rin­der ge­schlach­tet. In dem Be­trag be­tref­fend Frau Münch konn­te ich nach­le­sen, dass es even­tu­ell mög­lich ist di­rekt bei Ih­nen Fleisch zu be­zie­hen. Mo­men­tan be­kom­me ich mein Rind­fleisch als TK-Ware aus dem nörd­li­chen Deutsch­land ge­sen­det. Ich be­dan­ke mich im Vor­aus über Ihre Be­mü­hun­gen." Mat­thi­as Mül­ler, Schwab­mün­chen be­ant­wor­tet von Jür­gen Schmidt

Jür­gen Schmidt: Sehr geehrter Herr Müller, vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich gerne beantworte. Wir haben in Bezug auf den Verkauf an Endverbraucher in unseren Betrieben unterschiedliche Regelungen. An unserem Standort in Buchloe ist dieser Verkauf an Endverbraucher nicht vorgesehen – anders, wie Sie ja bereits bei uns im Vion Transparenzforum lesen konnten, ist das beispielsweise in Furth am Wald. Wir können Ihnen den Tipp geben, sich in Ihrer Nähe an die regionalen Einzelhändler mit Fleischtheke oder an Metzgereien zu wenden.

Mit freundlichen Grüßen

Jürgen Schmidt

"Sehr ge­ehr­te Da­men und Her­ren! An­bei sen­de ich Ih­nen 2 Fo­tos zu. Auf dem ers­ten Foto ist die Ware (Aldi ) in der Ver­pa­ckung zu se­hen, auf dem die Ein­waa­ge mit 500g an­ge­ge­ben ist. Auf dem 2. Foto wie­ge ich die Ware mit ei­ner di­gi­tal Waa­ge nach. Dort wird ein Ge­wicht von 483g an­ge­ge­ben. Wie lässt sich die Dif­fe­renz von 17g er­klä­ren ?!? Zur Kon­trol­le ein 3. Foto. Auf die­sem habe ich eine un­ge­öff­ne­te Pa­ckung mit Ko­kos­flocken nach­ge­wo­gen: e 200g - nach­ge­wo­gen 209g ... also an mei­ner Waa­ge soll­te es nicht lie­gen. Wür­de mich über eine schnel­le Rück­mel­dung freu­en." Sa­bi­ne Lü­ders, Ipho­fen be­ant­wor­tet von Dr. Anne Hil­ler

Dr. Anne Hil­ler: Sehr geehrte Frau Lüders, vielen Dank für Ihre Anfrage. Wir müssten Sie in diesem Fall allerdings bitten, sich direkt an dem Lebensmitteleinzelhandel (in diesem Fall Aldi) zu wenden. Die verantwortlichen Personen dort werden wissen, wer der Lieferant des Produktes ist und Ihnen dann entsprechend Auskunft geben können. Vion produziert das von Ihnen gezeigte Produkt nicht.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Anne Hiller

"Ich sel­ber bin Tier­arzt­hel­fe­rin aus Neu­kir­chen, nähe Furth i. Wald und be­ra­te un­se­re Kun­den im Be­zug auf Er­näh­rung. Im­mer mehr ver­brei­tet ist die Roh­füt­te­rung bei Hun­den. Hier er­stel­le ich für die Pa­ti­en­ten Ra­ti­ons­be­rech­nun­gen. Die Kun­den las­sen sich das Fleisch teil­wei­se von sonst wo her schi­cken. Da­her mei­ne Fra­ge, kön­nen die Kun­den evtl. auch di­rekt bei Ih­nen Fleisch und In­ne­rei­en be­zie­hen?" Ka­rin Münch, Neu­kir­chen be­ant­wor­tet von Dr. Anne Hil­ler

Dr. Anne Hil­ler: Sehr geehrte Frau Münch,
vielen Dank für Ihre Anfrage. An unserem für Sie nächstgelegenen Standort Vion FKM Furth im Wald GmbH, haben Sie die Möglichkeit nach Rücksprache mit dem Betrieb Fleisch, bzw. Organe von Rindern in Lebensmittelqualität zu erwerben. Hinsichtlich der Mindestmengen und Abholzeiten möchte ich Sie darum bitten, sich mit Herrn Markus Fischer, bzw. Herrn Kerscher direkt in Verbindung zu setzen. Sie erreichen meine Kollegen telefonisch unter Tel. 09973 / 8403 – 23.

Mit freund­li­chen Grü­ßen

Dr. Anne Hil­ler

"Sehr ge­ehr­te Da­men und Her­ren, hier nach­fol­gend eine in­ter­es­san­te Ver­öf­fent­li­chung aus den Re­gio­nal-Nach­rich­ten Mün­chen. Da­bei geht es um die an­ge­streb­te schmerz­freie Schlach­tung von Tie­ren. Zwar geht es in die­sem Ar­ti­kel haupt­säch­lich um die Schlach­tung von Rin­dern, es trifft aber in der The­ma­tik die Schlach­tung von Schwei­nen und an­de­ren Tie­ren na­tür­lich eben­so. Es wird hier spe­zi­ell die Vi­deo­über­wa­chung der Schlach­tun­gen an­ge­spro­chen. Wird die­se in Ih­rem Be­trieb be­reits durch­ge­führt?" Gi­se­la Syme be­ant­wor­tet von Dr. Anne Hil­ler

Dr. Anne Hil­ler: Sehr geehrte Frau Syme, 

zu­nächst möch­ten wir uns für Ihr In­ter­es­se an der The­ma­tik Tier­schutz bei der Schlach­tung und Ihre in die­sem Zu­sam­men­hang an uns ge­stell­te Fra­ge be­dan­ken, die wir Ih­nen im Fol­gen­den ger­ne be­ant­wor­ten.

Auch wir set­zen in un­se­ren Rin­der- und Schwei­ne­schlacht­be­trie­ben Ka­me­ras in Be­rei­chen mit le­ben­den Tie­ren ein. Tier­schutz­recht­lich ist kei­ne Ein­for­de­rung von Vi­deo­sys­te­men mög­lich, so dass es sich hier­bei um eine frei­wil­li­ge Maß­nah­me sei­tens Vion han­delt.

Wir set­zen Ka­me­ras mit dem Ziel ein, die Ar­beit un­se­rer Tier­schutz­be­auf­trag­ten vor Ort und ggf. die zu­stän­di­gen Über­wa­chungs­be­hör­den zu un­ter­stüt­zen. Ar­beits­ab­läu­fe kön­nen so wei­ter ver­bes­sert und ggf. tier­schutz­wid­ri­ger Um­gang mit den Tie­ren kann un­ter­bun­den wer­den.

Die Auf­nah­men in Be­rei­chen, in de­nen mit le­ben­den Tie­ren um­ge­gan­gen wird, se­hen wir als un­ter­stüt­zen­des Werk­zeug und Ele­ment des Ei­gen­kon­troll­sys­tems  un­se­rer Be­trie­be. Des Wei­te­ren wird die Trans­pa­renz der Ab­läu­fe ver­bes­sert.

Im Rah­men un­se­res Tier­schutz­kon­troll­sys­tems set­zen wir aus­schließ­lich Per­so­nal mit ei­nem Sach­kun­de­nach­weis ein, wel­ches re­gel­mä­ßig an Schu­lun­gen zum The­ma Tier­schutz bei der Schlach­tung teil­nimmt.

"Sehr ge­ehr­te Da­men und Her­ren, kann ich als Pri­vat­kun­de bei Ih­nen Ein­kau­fen?" Hel­mut Zo­del be­ant­wor­tet von Dr. Anne Hil­ler

Dr. Anne Hil­ler: Sehr geehrter Herr Zodel, vielen Dank für Ihre Anfrage. Wir verkaufen nicht direkt aus unseren Betrieben an Privatkunden. Fleisch aus unserer Produktion erkennen Sie aber ganz leicht. Jeder unserer Herstellungsbetriebe hat eine sogenannte EU Zulassungsnummer. Sie kennzeichnet eindeutig woher das Fleisch kommt. Wenn Sie bevorzugt frisches Fleisch an der Theke kaufen, fragen Sie ruhig an der Fleischtheke oder bei Ihrem Metzger nach dieser EU Nummer. Diese kann man auch googeln, und kommt dann meistens zum genauen Schlacht- oder Zerlegebetrieb. Die EU Nummern der Vion Betriebe, sowie die Herkunft der geschlachteten Rinder und Schweine, finden Sie unter der Rubrik Standorte. Vion Fleisch gibt es bei allen gängigen Lebensmitteleinzelhändlern. Wer genau Lieferant für Schweine- und Rindfleisch in der jeweiligen Region ist weiß Ihr Händler vor Ort. 

Ha­ben Sie wei­te­re Fra­gen? Dann mel­den Sie sich ger­ne bei uns.

"Herz­li­chen Dank für Ihre Ant­wort. Ich bin ge­spannt, was sich in Zu­kunft ent­wi­ckelt. Und ja, Sie ha­ben Recht, ich habe tat­säch­lich am NRW-Teil des Flei­schat­las mit­ge­wirkt. Was aber ei­gent­lich nur dazu führt, dass ich mich be­son­ders über die Trans­pa­renz von Vion ge­freut habe und hof­fe, dass an­de­re Schlach­ter Ih­rem Vor­bild fol­gen wer­den. Ich je­den­falls habe durch die Ak­ti­on und auch un­se­ren re­gen und freund­li­chen Email­kon­takt ein sehr po­si­ti­ves Bild von Vion be­kom­men, was noch vor ein paar Jah­ren an­ders war. Ich wün­sche Ih­nen viel Er­folg und hof­fe bald zu le­sen, dass Vion Vor­rei­ter in ei­ner neu­en, schmerz­lo­sen, güns­ti­gen Be­täu­bungs­me­tho­de wird." Cla­ra Beck be­ant­wor­tet von Dr. Ge­re­on Schul­ze Alt­hoff

Dr. Ge­re­on Schul­ze Alt­hoff: Sehr geehrte Frau Beck,

herz­li­chen Dank und bis bald.

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Herzlichen Dank für Ihre ausführliche Antwort. Wenn ich mir noch eine Frage erlauben darf, warum haben Sie sich dagegen entschieden, die durch Eyes on Animals gemachten Aufnahmen in den Film aufzunehmen? Ich bin gespannt, wie sich die Betäubung der Tiere in den nächsten Jahren entwickelt. Sicherlich sind wir uns alle einig, dass mit CO2 noch nicht die endgültige Lösung gefunden wurde. Auch wenn diese schon ein wesentlicher Schritt voraus darstellt.  Ich freue mich über Ihre ehrlichen Antworten.

Grund­sätz­lich ha­ben wir nichts ge­gen die Dis­kus­si­on zu Be­täu­bungs­me­tho­den. Ich stim­me Ih­nen zu, dass wei­te­rer For­schungs- und Ent­wick­lungs­be­darf be­steht. Lei­der ist kei­ne pra­xis­taug­li­che Lö­sung in Sicht. Wo mög­lich brin­gen wir uns in die Wei­ter­ent­wick­lung ein.

Wir hat­ten uns das mit der Ein­bin­dung der Auf­nah­men am An­fang über­legt. Des­halb ha­ben wir die Dis­kus­si­on zu Be­täu­bungs­me­tho­den im Fo­rum und un­ter Ein­bli­cke auf­ge­nom­men und auf die Eyes on Ani­mals Vi­deo hin­ge­wie­sen. Wir se­hen die Vi­de­os nicht sin­gu­lär son­dern in­te­griert in das ge­sam­te In­for­ma­ti­ons­an­ge­bot. Der­zeit über­le­gen je­doch wir wie ein noch di­rek­te­rer Ver­weis in der Nähe der Vi­de­os oder dort ein­ge­bet­tet mach­bar ist.
Darf ich ab­schlie­ßend noch eine Rück­fra­ge stel­len? Sind Sie die Cla­ra Beck vom Flei­schat­las der Hein­rich Böll Stif­tung?

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Liebes Team von Vion, bereits im November habe ich Ihnen eine Frage bezüglich der CO2 Betäubung während des Schlachtprozesses gestellt und noch stets keine Antwort erhalten. In den Niederlanden wurde mittlerweile das Video von der Internetseite entfernt, weil Sie auch den Betäubungsvorgang zeigen müssen. Werden Sie dies tun? Was ist Ihre Einschätzung zur Betäubung mit Helium-Gas?

Vie­len Dank für Ihre er­neu­te Nach­richt. Wir hat­ten Ih­nen be­reits am 13.11.2016 ge­ant­wor­tet und Ihre Fra­ge und un­se­re Ant­wort auf un­se­rer Web­sei­te ge­pos­tet.
Fol­gen­des hat­ten wir ge­schrie­ben:
“Es freut uns, dass Ihnen unsere Webseite gefällt. Gerne beantworten wir Ihnen Ihre Frage zum Video der Schlachtung von Schweinen.
Die Einleitungsphase der Betäubung mit Kohlendioxid führt über kurze Dauer zu aversivem Verhalten bei den Tieren. Dazu kann auch Lautäußerung gehören.
Bei den Geräuschen, die Sie im Video wahrgenommen haben, handelt es sich jedoch um Lautäußerung von Schweinen, die sich im Bereich des Zutriebes oder im Wartestall befinden. Schweine sind sehr unterschiedlich in ihrem Verhalten und zeigen grundsätzlich mitunter schnell Laute und dies aus verschiedenen Gründen. Ein gehäuftes und anhaltendes Vorkommen von Vokalisation sollte jedoch nicht vorkommen.
Wenn Sie sich über die Wirkung von Kohlendioxid bei der Betäubung von Schweinen weiter informieren möchten, können Sie dies beispielsweise unter:” 

https://www.efsa.europa.eu/en/topics/topic/animalwelfareslaughter
Es tut uns Leid dass un­se­re Ant­wort schein­bar nicht er­hal­ten ha­ben.
Be­reits vor ei­ni­ger Zeit ha­ben wir wei­te­re in­ter­es­san­te ex­ter­ne Quel­len zu­sam­men­ge­tra­gen die den Stand des Wis­sens gut be­schrei­ben.
Die Zu­sam­men­fas­sung und die Links fin­den Sie un­ter:
http://www.vion-transparenz.de/news/schlachtvorgang-von-schweinen-und-rindern/
Dort ist auch ein Link zur sach­li­chen Be­schrei­bung und fil­mi­schen Dar­stel­lung der bei­den Be­täu­bungs­ar­ten CO2 und Elek­tro­betä­bung dar­ge­stellt. Schon vor meh­re­ren Jah­ren hat­ten wir der NGO “Eyes on Ani­mals” ge­stat­tet, die­sen Film in ei­nem Vion Be­trieb zu dre­hen. He­li­um Gas wäre theo­re­tisch eine Al­ter­na­ti­ve. Nach­tei­lig ist je­doch u.a. die be­grenz­te Ver­füg­bar­keit die­ses auch in der Me­di­zin sehr wich­ti­gen Edel­ga­ses. Wei­te­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier­zu un­ter: http://www.fgbaff.de/upload/meine_bilder/mtb-02-2015/B04_Machold.pdf

Wir hof­fen Ihre Fra­ge nun aus­rei­chend be­ant­wor­te zu ha­ben. Zö­gern Sie nicht sich zu mel­den, wenn noch Punk­te of­fen sind.

"Im Rah­men mei­ner Ba­che­l­or­ar­beit an der Uni­ver­si­tät Ve­ch­ta im Fach Wirt­schaft und Ethik re­cher­chie­re ich nach un­ter­neh­me­ri­schen CSR-Leis­tun­gen im Ol­den­bur­ger Müns­ter­land. Nun zu mei­ner Fra­ge: Gel­ten die CSR-Re­gu­la­ri­en von Vion stand­ort­über­grei­fend und in­ter­na­tio­nal oder ist je­dem Stand­ort die Ein­hal­tung der An­for­de­run­gen sel­ber über­las­sen?" Rijs von Min­den be­ant­wor­tet von Dr. Ge­re­on Schul­ze Alt­hoff

Dr. Ge­re­on Schul­ze Alt­hoff: Sehr geehrter Herr von Mijnen, vielen Dank für Ihre Anfrage. Die CSR Regularien, wie Sie ihn in unserem CSR Bericht 2016 nachlesen können, gelten für alle Standorte der Vion unmittelbar.
Die Standorte sind auf Basis der Regularien und Prioritätensetzung für die konkrete Umsetzung und Erreichung der ihnen gesetzten Ziele verantwortlich. Als Beispiel kann man den Energieverbrauch nennen: Das Unternehmensziel ist, den Energieverbrauch zu senken. An den Standorten werden spezifische Maßnahmen umgesetzt.
Alle Ergebnisse aus den Standorten werden dann gesammelt, geprüft und in einem konsolidierten CSR Bericht für ganz Vion veröffentlicht. Wo es sinnvoll war, haben wir eine Darstellung getrennt nach Tierarten und teilweise nach Ländern vorgenommen. 

Mit freund­li­chen Grü­ßen
Dr.Ge­re­on Schu­le Alt­hoff

PS: In Kür­ze er­scheint un­ser CSR Be­richt auch in deutsch

"Ich habe fol­gen­den Ar­ti­kel bei der EDE­KA in Kulm­bach ge­kauft: Rind­fleisch, Dry Aged Roast­beef, Char­gen­num­mer 17042616, A. Mok­sel GmbH, Buch­loe. Ich wür­de ger­ne von Ih­nen wis­sen, wann die Schlach­tung und wann die Zer­le­gung des Tie­res er­folgt?" En­ri­co Schlimp, Kulm­bach be­ant­wor­tet von Jür­gen Schmidt

Jür­gen Schmidt: Sehr geehrter Herr Schlimp,
vielen Dank für Ihre Anfrage. Geschlachtet wurde dieses Tier am 12.04.2017. Zerlegt wurde es am 26.4.. Dazwischen fand nach der Abviertelung die Reifung des Rückenteils am Knochen unter besonderen Kühlbedingungen (“dry age”) statt. Mit diesem Verfahren wird das Rindfleisch besonders zart und lecker. Wir hoffen es hat Ihnen geschmeckt.

"Ges­tern fuhr ein be­la­de­ner Schwei­ne­trans­por­ter Ih­rer GmbH durch 36304 Als­feld. Da ich mich sehr als End­ver­brau­cher für Tier­wohl in­ter­es­sie­re, habe ich mir In­for­ma­tio­nen auf Grund Ih­res Lo­gos auf dem Trans­por­ter im In­ter­net ge­holt. Nun hät­te ich schon fol­gen­de Fra­gen: 1.War­um fährt der Trans­por­ter mit Schwei­nen durch das hes­si­sche Als­feld - scheint mir doch eine ziem­lich lan­ge Stre­cke zu sein für die Tie­re?! 2.Sind Spiel­sa­chen und Stroh und ge­nü­gend Platz zum To­ben so­wohl für die Schwei­ne als auch für die Rin­der vor­han­den in ih­ren Auf­zucht­stäl­len? 3.In Ih­rem Pro­spekt sieht man die Mut­ter­sau­en in Git­ter­bo­xen - muss das denn noch sein??????????? Ich ken­ne es auch an­ders 4.Wie be­han­deln die Schlacht­hof­mit­ar­bei­ter die Tie­re? 5.Wie sind Kon­trol­len bzgl. Tier­wohl und Tier­schutz ge­währ­leis­tet?" Su­san­ne Küh­ne­weg be­ant­wor­tet von Dr. Ge­re­on Schul­ze Alt­hoff

Dr. Ge­re­on Schul­ze Alt­hoff: Sehr geehrte Frau Kühneweg, vielen Dank für Ihre Anfrage. Wir haben die Transportwege unserer Fahrzeuge am 3.5.2017 überprüft. Der Transporter, der am 3.5.2017 durch Alsfeld gefahren ist hat Schweine von Aufzuchtbetrieben aus der Region, unter anderem im Alsfelder Ortsteil Müchleusel, abgeholt und an unseren Schlachtbetrieb in Crailsheim, den nächsten größeren Schweineschlachtbetrieb transportiert. 

Zu Ih­ren an­de­ren Fra­gen: Es ist ge­setz­lich vor­ge­schrie­ben, dass Schwei­nen in ih­ren Stäl­len Be­schäf­ti­gungs­ma­te­ri­al zur Ver­fü­gung ge­stellt wird. Mehr Platz und hoch­wer­ti­ge­res Be­schäf­ti­gungs­ma­te­ri­al er­hal­ten Schwei­ne, die nach den Kri­te­ri­en des Tier­schutz­la­bels des deut­schen Tier­schutz­bun­des auf­ge­zo­gen wer­den. Wei­ter­ge­hen­de In­for­ma­tio­nen zu die­sem von Vion an­ge­bo­te­nem Schwei­ne­fleisch fin­den Sie un­ter www.vion-tierschutz.de.

Hier so­wie auf un­se­rer Web­sei­te www.vion-transparenz.de er­fah­ren Sie auch mehr zu un­se­ren Ab­läu­fen und Kon­trol­len. Au­ßer­dem fin­den Sie dort Kon­troll­er­geb­nis­se zu Qua­li­tät und Tier­schutz.

"Ich habe eine ZDF-Do­ku­men­ta­ti­on zum The­ma Le­der aus Ban­gla­desch ge­se­hen und er­fah­ren, dass die Schuh­in­dus­trie aus Kos­ten­grün­den haupt­säch­lich dort ein­kauft. Bis­her war ich da­von aus­ge­gan­gen, dass Tie­re in Deutsch­land kom­plett ver­wer­tet wer­den. Kön­nen Sie mir sa­gen, was mit den Häu­ten der bei Ih­nen ge­schlach­te­ten Tie­re ge­schieht?" Dr.An­ge­la Cars­ten­sen be­ant­wor­tet von Dr. Ge­re­on Schul­ze Alt­hoff

Dr. Ge­re­on Schul­ze Alt­hoff: Sehr geehrte Frau Dr. Carstensen. Vielen Dank für Ihre Frage. Ja es stimmt, sämtliche Teile der geschlachteten Tiere werden verwendet. Häute der bei uns geschlachteten Rinder werden vermarktet ,um anschließend zu Leder verarbeitet zu werden. Abhängig von Rasse und Alter der Tiere weist das späterer Leder verschiedene Qualitäten auf. Die besten Häute werden für hochwertige Schuhe, Polstermöbel und Ledergarnituren in Autos verwendet. Schauem Sie doch mal in unseren Nachhaltigkeitsbericht 2016. Dort finden Sie auf Seite 11 weitere Informationen zum Thema.

Nachfrage von Dr. Angela Carstensen: Vielen Dank für ihre Antwort. Ist der Grund für die Lederimporte aus Südostasien dann, dass die Häute, die in Europa anfallen, nicht für die Schuhindustrie ausreichen?

Beantwortet von Dr. Gereon Schulze Althoff: Danke für Ihre Nachfrage. Leider haben wir hierzu keine Information. Sollten Sie weiter interessiert sein, empfehle ich Ihnen die Kontaktaufnahme mit einem der größeren Schuhhersteller.

"Ich bin auf nach­fol­gen­den Link auf­merk­sam ge­wor­den. Ich fin­de die­se Dar­stel­lun­gen und Ar­gu­men­ta­tio­nen sehr gut dar­ge­stellt. Ich fän­de es je­doch gut, wenn Sie die­se Zah­len ein we­nig un­ter­mau­ern mit der Dar­stel­lung der Ei­gen­ana­ly­sen so­wie der Quel­len An­ga­be zum Bei­spiel Rück­stands­kon­troll­plan vom BVL. Das wür­de die­se ge­lun­ge­ne Dar­stel­lung viel glaub­haf­ter, bzw. stich­hal­ti­ger ma­chen. http://​www.vion-trans­pa­renz.de/​kon­troll­er­geb­nis­se/​amt­li­che-ru­eck­stands­un­ter­su­chun­gen-an­ti­bio­ti­ka/" Cars­ten Wich­te­rich be­ant­wor­tet von Dr. Ge­re­on Schul­ze Alt­hoff

Dr. Ge­re­on Schul­ze Alt­hoff: Sehr geehrter Herr Wichterich. Vielen Dank für Ihre Nachricht und Ihren Vorschlag. Gerne nehmen wir den Hinweis auf. Wir werden den Quellennachweis und Bezug zum BVL bei der nächsten Aktualisierung unserer Daten umsetzen.

Ergänzung am 10.05.2017:
Sehr ge­ehr­ter Herr Wich­te­rich, wir kom­men noch­mal auf Ihre An­fra­ge vom 18.04.2017 zu­rück. Wie Sie se­hen ha­ben wir Ihre An­re­gung auf­ge­nom­men und um­ge­setzt: http://www.vion-transparenz.de/kontrollergebnisse/amtliche-rueckstandsuntersuchungen-nationaler-rueckstandskontrollplan/

Wenn Sie wei­te­re Ide­en ha­ben im­mer ger­ne.

Freund­li­che Grü­ße
Dr. Ge­re­on Schul­ze Alt­hoff

"Ich bin ein Ver­brau­cher und habe ge­fro­re­ne Kalbs­schnit­zel ge­kauft. An der Kenn­zeich­nung konn­te ich er­ken­nen, dass das Tier in Al­ten­burg ge­schlach­tet wur­de. Wie fin­de ich aber den land­wirt­schaft­li­chen Be­trieb her­aus, wo das Tier groß­ge­zo­gen wur­de. Zum Tier­wohl ge­hört nicht nur eine art­ge­rech­te Schlach­tung, son­dern als ers­tes eine art­ge­rech­te Auf­zucht. Ich habe fol­gen­de Id­ent­num­mer am Fleisch ge­fun­den: EZ 1061 Ident 24 1116 Al­ten­burg." Kar­la War­tig be­ant­wor­tet von Jür­gen Schmidt

Jür­gen Schmidt: Guten Tag Frau Wartig. Vielen Dank für Ihre Anfrage. Grundsätzlich ist es möglich, Fleisch von der Ladentheke bis zur Herkunft in den landwirtschaftlichen Betriebe zurückzuverfolgen. Für die genaue Ermittlung der weiteren Herkunft des Fleisches reichen Ihre Angaben so leider nicht für uns aus. Die von Ihnen genannte Identnummer 241116 stammt nicht direkt aus unserem Haus sondern scheint eine Chargenbeschreibung unseres Kunden zu sein, der die Kalbsschnitzel für Endverbraucher portioniert hat. Sollte Sie weiterhin Interesse an der Rückverfolgung haben wenden Sie sich am besten an die Stelle, wo Sie das Fleisch erworben haben. Wir hoffen Ihnen mit der Antwort geholfen zu haben.

"Habe mir ges­tern Schwei­ne­fleisch zum Bra­ten ge­kauft, riecht nach Schwei­ne­pis­se, wie ist das mög­lich? Wird jetzt schon bei Land­wir­ten nicht mehr kas­triert? Das Fleisch habe ich bei Ede­ka-Buch­bau­er in Bad Birn­bach ge­kauft." Ka­ro­li­na Ka­gerl be­ant­wor­tet von Jür­gen Schmidt

Jür­gen Schmidt: Sehr geehrte Frau Kagerl, vielen Dank für Ihre Nachricht. Wir bedauern sehr, dass Sie mit dem gekauften Schweinefleisch nicht zufrieden waren. Vion beliefert Edeka mit Ware aus dem Programm „Geprüfte Qualität Bayern“ (GQB). Wir haben unsere Lieferungen der vergangenen Woche an Edeka überprüft und können Ihnen versichern, dass wir in diesem Programm kein Fleisch von nicht kastrierten männlichen Tieren verarbeitet haben.
Vion schlachtet auch Jungeber (eben nicht kastrierte männliche Tiere) und liefert dieses Fleisch auch an Kunden im Lebensmitteleinzelhandel. Wir prüfen aber das Fleisch eines jeden einzelnen Tieres nach einem wissenschaftlich entwickelten Testverfahren, ob es Geruchsabweichungen zeigt.  Damit verhindern wir, dass es zu unangenehmen Gerüchen beim Kochen kommt.
Vion ist einer von mehreren Lieferanten der Edeka in Ihrer Region. Da wir ein Zentrallager der EDEKA Südbayern anliefern, wissen wir nicht, ob unser Fleisch auch in dem von Ihnen genannten Supermarkt verkauft wurde.

Bit­te wen­den Sie sich mit Ih­rer Re­kla­ma­ti­on des­halb am bes­ten di­rekt an info(at)suedbayerische-fleischwaren(dot)com.

"Kann ich als Ver­brau­cher nach­voll­zie­hen, von wel­chem Schlacht­hof das Tier kommt? Bzw. wo kann ich Fleisch von Vion kau­fen? War­um wer­den die In­for­ma­tio­nen, die über Mast- und Auf­zucht­be­trie­be bei Ih­nen an­kom­men, nicht an den Ver­brau­cher wei­ter­ge­ge­ben?" Ali­cia Gö­bel be­ant­wor­tet von Bri­git­te Art­sch­wa­ger-Lo­ge­mann

Bri­git­te Art­sch­wa­ger-Lo­ge­mann: Sehr geehrte Frau Göbel, vielen Dank für Ihre Anfrage. Jeder unserer Herstellungsbetriebe hat eine sogenannte EU Zulassungsnummer. Sie kennzeichnet eindeutig woher das Fleisch kommt. Unser Betrieb Vion Convenience Großostheim verarbeitet Rohwaren von Vion Schlacht- und Zerlegebetrieben zu SB-Frischfleisch für viele Markenfleischprogramme. Die EU Nummer finden Sie hier.Wenn Sie bevorzugt frisches Fleisch an der Theke kaufen, fragen Sie ruhig an der Fleischtheke oder bei Ihrem Metzger nach dieser EU Nummer. Diese kann man auch googeln, und kommt dann meistens zum genauen Schlacht- oder Zerlegebetrieb. Die EU Nummern der Vion Betriebe, sowie die Herkunft der geschlachteten Rinder und Schweine, finden Sie unter der Rubrik Standorte.Vion Fleisch gibt es bei allen gängigen Lebensmittel-einzelhändlern. Wer genau Lieferant für Schweine- und Rindfleisch in der jeweiligen Region ist weiß Ihr Händler vor Ort. Informationen über die Kontrollergebnisse der Tiere von Mast- und Aufzuchtbetrieben haben wir auf der Seite Kontrollergebnisse gebündelt für ein Quartal zusammengefasst.

Ha­ben Sie wei­te­re Fra­gen? Dann mel­den Sie sich ger­ne bei uns.

"Mein Name ist So­phia Zieg­ler, ich be­su­che die elf­te Klas­se des Eber­hard-Lud­wigs-Gym­na­si­ums in Stutt­gart. Im Rah­men mei­ner Se­mi­nar­kurs-Ar­beit be­schäf­ti­ge ich mich mit der Er­zeu­gung tie­ri­scher Le­bens­mit­tel und da­bei auch mit dem Vor­gang der Schlach­tung. Des­halb wäre es sehr hilf­reich, Ih­ren Be­trieb in Crails­heim be­su­chen zu kön­nen. Da­her schrei­be ich Sie an, mit der Fra­ge, ob dies bei Ih­nen mög­lich sein könn­te. Über eine po­si­ti­ve Ant­wort wür­de ich mich sehr freu­en." So­phia Zieg­ler be­ant­wor­tet von Dr. Ge­re­on Schul­ze Alt­hoff

Dr. Ge­re­on Schul­ze Alt­hoff: Sehr geehrte Frau Ziegler , vielen Dank für Ihre Anfrage. Gerne laden wir Sie in unseren Betrieb in Crailsheim ein. Dort können Sie die Schweine- und Rinderschlachtung kennen lernen. Wollen sie alleine kommen oder kommen Sie in Begleitung? Wir müssten vorab genau wissen, wer den Betrieb besuchen möchte. Könnten wir vorab ein bisschen zu Ihnen und ihrem Projekt erfahren, damit wir den Besuch so interessant wie möglich für Sie machen können? Bitte senden Sie uns auch die Kontaktdaten Ihres Lehrers/ ihrer Lehrerin im Seminarkurs, damit wir uns kurz abstimmen können. Wir freuen uns auf Ihren Besuch. 

"Die Of­fen­heit in Sa­chen Kon­troll­be­rich­te und Schlacht­da­ten kann ich als Land­wir­tin nur un­ter­stüt­zen. Da­ten bzw. In­for­ma­tio­nen die mir per­sön­lich noch feh­len wä­ren, je nach Stand­ort, die über spe­zi­fi­sche Schlach­tun­gen. Also et­was auf­ge­spal­te­ner: Käl­ber, Fer­kel oder auch Pfer­de. Die hier gar nicht er­wähnt wer­den. Ma­chen viel­leicht nicht die Mas­se aber wenn trans­pa­renz dann doch mit al­lem was so ge­schlach­tet wird. Fil­me fin­de ich im Grun­de nicht schlecht. Bei den Schwei­nen sei an­zu­mer­ken, dass man wirk­lich den Ab­schnitt der Be­täu­bungs­pha­se mit zei­gen soll­te (ob die­se nun eine gute oder schwei­ne­ge­rech­te Art ist, sei mal da­hin ge­stellt). Die­ser ent­schei­det im­mer­hin, ob man von ei­ner tier­ge­rech­ten Schlach­tung re­den kann. Be­steht denn bei ih­nen die Mög­lich­keit sein Rind von der An­lie­fe­rung bis in die Küh­lung zu be­glei­ten?" Lau­ra Pep­py be­ant­wor­tet von Dr. Ge­re­on Schul­ze Alt­hoff

Dr. Ge­re­on Schul­ze Alt­hoff: Vion schlachtet nur Schweine und Rinder. Auf den Standortseiten ist angegeben, welche Tiere jeweils geschlachtet werden. Pferde, Kälber und Ferkel schlachten wir nicht. Bezüglich Ihrer Anmerkung zur Schweinebetäubung empfehle ich bei tiefergehendem Interesse das Informationsangebot der NGO “Eyes on animals”. Dort hat man die beiden üblichen Betäubungsvorgänge für Schweine, die Elektrobetäubung und die CO2 Betäubung im Backloadersystem ausführlich gefilmt und verglichen. Die Filmsequenzen werden von Wissenschaftlern beschrieben. 

http://www.eyesonanimals.com/de/betaeubung-von-schweinen-vor-der-schlachtung/ 

Soll­ten Sie ein Rind bei uns schlach­ten wol­len ist es grund­sätz­lich mög­lich, die Schlach­tung des Rin­des zu be­glei­ten. Bit­te be­spre­chen Sie dies mit Ih­rem Vion An­sprech­part­ner.

"Ich fin­de es sehr gut, wie of­fen und trans­pa­rent die Pro­duk­ti­on dar­ge­stellt wird. Als Jun­g­land­wirt wür­de ich mich freu­en, wenn zu­künf­tig Leis­tun­gen des Land­wirts wie Gum­mi­spal­ten bei den Mast­bul­len bzw. Tret­mist­stäl­le mehr Be­ach­tung fin­den wür­den, sei es in Form ei­nes klei­nen Zu­schla­ges oder als Richt­li­nie. Denn die Kri­tik der Be­völ­ke­rung macht mir Sor­gen. Vion soll­te da hö­he­re An­for­de­run­gen stel­len, denn im Be­reich Mast­bul­len­hal­tung gibt es Nach­hol­be­darf." Ra­pha­el Lin­ka be­ant­wor­tet von Dr. Ge­re­on Schul­ze Alt­hoff

Dr. Ge­re­on Schul­ze Alt­hoff: Vielen Dank für Ihre Email und Ihre ermutigenden Worte zu unserem neuen Internetangebot. Diese Webseite ist dazu gedacht die Produktionsschritte und Kontrollen darzustellen, die sich direkt in Vions Verantwortungsbereich als Schlacht- und Verarbeitungsbetrieb für Schweine und Rinder befindet. Wir haben weitere Informationsseiten zu unserer Tierschutzarbeit mit der Landwirtschaft. Schauen Sie bitte einmal unter www.vion-tierschutz.de. Wir versichern Ihnen, dass wir uns auch bei Rinden intensiv Gedanken über die Zukunft der Haltung machen. Eine weitere Initiative ist das “Best-Beef-Programm”, dass wir zusammen mit McDonalds, Erzeugergemeinschaften und weiteren Fleischunternehmen entwickelt haben. Mehr Informationen erhalten Sie unter www.best-programm.de. Ihre Anregungen nehmen wir in unseren Diskussionen über Haltungssysteme gerne auf.

"Zu al­ler­erst möch­te ich Ih­nen für Ihre Of­fen­heit und Trans­pa­renz dan­ken, die Sie mit der Ver­öf­fent­li­chung des Vi­de­os zum Schlacht­pro­zess ge­zeigt ha­ben. Je­doch bleibt mir nach dem Vi­deo noch eine Fra­ge und zwar geht es um ein Ge­räusch, das ich nicht gut ein­ord­nen kann. Bei Mi­nu­te 3:03 im Vi­deo, kurz nach­dem die Schwei­ne aus der Be­täu­bungs­an­la­ge fal­len, hört man ein Ge­räusch, das ent­we­der eine Ma­schi­ne im Hin­ter­grund oder aber das Krei­schen der Schwei­ne, die sich der­zeit in der Be­täu­bungs­an­la­ge be­fin­den, sein kann. Durch mein Stu­di­um der Agrar­wis­sen­schaft und nach­dem ich noch ein­mal den von Ih­nen zur Ver­fü­gung ge­stell­ten Ar­ti­kel ge­le­sen habe, weiß ich, dass die CO2 Be­täu­bung po­ten­zi­ell Stress beim Tier ver­ur­sa­chen kann, wenn die CO2 Kon­zen­tra­ti­on im Raum zu schnell er­höht wird. Ist es hier tat­säch­lich der Fall, dass die Schwei­ne bei der Be­täu­bung schrei­en und wenn ja, was tut Vion, um dem ent­ge­gen­zu­wir­ken?" Cla­ra Beck be­ant­wor­tet von Dr. Anne Hil­ler.

Dr. Anne Hil­ler: Es freut uns, dass Ihnen unsere Webseite gefällt. Gerne beantworten wir Ihnen Ihre Frage zum Video der Schlachtung von Schweinen.
Die Einleitungsphase der Betäubung mit Kohlendioxid führt über kurze Dauer zu aversivem Verhalten bei den Tieren. Dazu kann auch Lautäußerung gehören.
Bei den Geräuschen, die Sie im Video wahrgenommen haben, handelt es sich jedoch um Lautäußerung von Schweinen, die sich im Bereich des Zutriebes oder im Wartestall befinden. Schweine sind sehr unterschiedlich in ihrem Verhalten und zeigen grundsätzlich mitunter schnell Laute und dies aus verschiedenen Gründen. Ein gehäuftes und anhaltendes Vorkommen von Vokalisation sollte jedoch nicht vorkommen.
Wenn Sie sich über die Wirkung von Kohlendioxid bei der Betäubung von Schweinen weiter informieren möchten, können Sie dies beispielsweise unter:

https://www.efsa.europa.eu/en/topics/topic/animalwelfareslaughter

"Ich bin Land­wirt und fin­de es sehr gut, wie Sie die schwie­ri­gen The­men rund um die Schlach­tung auf­ge­ar­bei­tet ha­ben und an die Öffent­lich­keit brin­gen. Ich hof­fe, dass die Land­wir­te Ih­rem Bei­spiel fol­gen, of­fen und ehr­lich die Pro­duk­ti­on in Wort und Film dar­zu­stel­len." Paul-Chris­ti­an Küs­kens aus Nie­der­krüch­ten be­ant­wor­tet von Dr. Ge­re­on Schul­ze Alt­hoff

Dr. Ge­re­on Schul­ze Alt­hoff: Vielen Dank für Ihre Nachricht zu unserer Transparenzinitiative. Wir sind dankbar für konstruktives Feedback zu unserer Transparenz-Website.

"Mich in­ter­es­siert eine An­ga­be, die ich bis­lang im Be­reich Schlach­tung nicht fin­den konn­te. Kann man eine un­ge­fäh­re An­ga­be be­kom­men, wie vie­le kWh En­er­gie (Sum­me aus Strom, Gas, Die­sel für Lkw, etc.) nö­tig ist, um ein Schlacht­haus zu be­trei­ben? Ger­ne kön­nen Sie das auch auf die An­zahl der Schlacht­tie­re um­le­gen - die Er­mitt­lung muss nicht aufs Kom­ma ge­nau stim­men - eine un­ge­fäh­re Grö­ße aber wäre in­ter­es­sant. Hin­ter­grund: Ich ar­bei­te an ei­ner Wirt­schafts­theo­rie, und dazu sam­me­le ich sol­che Da­ten, um Ar­bei­ten, die es schon seit Jahr­hun­der­ten gibt, im Zeit­ver­lauf ver­glei­chen zu kön­nen." Olaf Schil­gen be­ant­wor­tet von Dr. Ge­re­on Schul­ze Alt­hoff

Dr. Ge­re­on Schul­ze Alt­hoff: Die Berechnungen schwanken und sind abhängig davon, wie weit man das Fleisch verarbeitet und welche technischen Anlagen man genau verwendet. Deshalb können wir Ihnen nur eine Spannbreite nennen. Der Energiebedarf sieht in etwa wie folgt aus:1 Rind: ca. 15 -23 kWh Schwein: ca. 3,5 – 6 kWh
Nicht eingerechnet ist dabei der Transport vom landwirtschaftlichen Betrieb zum Schlachtbetrieb. Dieser wird zu nahezu 90 % von unabhängigen Logistikunternehmen durchgeführt.

"Mit gro­ßem In­ter­es­se habe ich ihre Öff­nung und zur Schau­stel­lung ih­rer Schlacht­da­ten bzw. Be­funds­da­ten der Schwein- und Rin­der­schlach­tung ver­folgt und für gut emp­fun­den. Die­ser Schritt war not­wen­dig und auch rich­tig. Vie­len Dank da­für! Ich woll­te Sie nur fai­rer­wei­se dar­auf hin­wei­sen, dass in der Gra­fik der Or­gan­be­fun­de "Schwein" sich Feh­ler ein­ge­schli­chen ha­ben. Die Auf­spal­tung der Be­fun­de in ihre Spe­zi­fi­zie­rung er­gibt in der Ge­samt­sum­me nicht den an­ge­ge­be­nen Wert von 34 % und über­steigt die­sen stark. Da­her sind die­se Da­ten und Wer­te, so wie sie jetzt ab­ge­bil­det sind, doch et­was an­zu­zwei­feln. Dar­auf woll­te ich Sie nur hin­wei­sen. Es wäre schön, wenn sie die­sen Feh­ler be­he­ben könn­ten, um für eine in sich lo­gi­sche Dar­stel­lung zu sor­gen und Kri­tik an ih­rem gu­ten Pro­jekt zu ver­hin­dern." Jens Wro­ge­mann be­ant­wor­tet von Dr. Ge­re­on Schul­ze Alt­hoff

Dr. Ge­re­on Schul­ze Alt­hoff: Vielen Dank, dass Sie sich für unserer neues Informationsangebot interessieren und diesen Schritt zur Offenheit positiv bewerten.Wir haben Ihre Anmerkung zu den Grafiken geprüft und diese daraufhin noch einmal mit den Rohdaten abgeglichen. Dabei ist herausgekommen, dass alles passte. Die linke Grafik gibt den Anteil der Tiere an, die keinen Befund aufweisen (66%) und den Anteil der Tiere, die einen oder mehrere Befunde aufweisen (34%). In der rechten Grafik sehen Sie jeweils den Anteil der Einzelbefunde bei allen angelieferten Tieren. Da es öfter vorkommt, dass ein Tier mehr als einen Befund hat, ergibt sich hier in Summe eine größere Zahl als 34 %.
Wir freuen uns, dass Sie unsere Transparenz-Initiative so aufmerksam verfolgen und hoffen, Sie mit unserer Antwort ausreichend informiert zu haben.

"War­um star­tet Vion so eine Trans­pa­renz­of­fen­si­ve?" Jens Schnei­der aus Hürth be­ant­wor­tet von Dr. Ge­re­on Schul­ze Alt­hoff

Dr. Ge­re­on Schul­ze Alt­hoff: In Deutschland ist der Wunsch nach mehr Hintergrundwissen und einer größeren Transparenz bei der Herstellung von Lebensmitteln in den letzten Jahren gewachsen. Immer wieder steht dabei auch die Fleischindustrie im Fokus einer kritischen Öffentlichkeit. Diesem Wunsch der Menschen nach mehr Wissen möchte Vion als erstes Unternehmen dieser Branche in Deutschland mit mehr Information entgegenkommen.

"Auch wenn es nur we­ni­ge Rück­stands­fun­de in Fleisch gibt fra­ge ich mich, wie das mit der De­bat­te zu An­ti­bio­ti­ka- re­sis­ten­zen durch die Tier­pro­duk­ti­on zu­sam­men­passt. Wie kann das sein?" Sa­bi­ne May­er aus Mün­chen be­ant­wor­tet von Dr. Ge­re­on Schul­ze Alt­hoff

Dr. Ge­re­on Schul­ze Alt­hoff: Auch wenn in unserem Fleisch nur sehr selten Rückstände oberhalb der gesetzlichen Grenzwerte auftreten, führt der Einsatz bestimmter Antibiotika zu einem gewissen Selektionsdruck auf die Bakterien. Dieser Selektionsdruck bewirkt, dass einige Bakterien resistent werden und bestimmte Antibiotika bei einer Infektion nicht mehr wirken. Dies gilt unabhängig davon, ob ein Mensch oder ein Tier Antibiotika einnimmt. Genau wie beim Menschen gibt es auch beim Tier Erkrankungen, die die Einnahme, bzw. Verabreichung von Antibiotika für die Therapie notwendig machen. Vion rät den Landwirten zu einer sehr eingeschränkten Verwendung von Antibiotika nur nach Diagnosestellung durch den behandelnden Hoftierarzt. Seit 2014 sind alle Tierhalter verpflichtet, die Verabreichung von Antibiotika in einer speziell entwickelten Datenbank im QS-System zu dokumentieren. Der Verzicht auf die Verwendung sogenannter Reserveantibiotika, Cephalosporinen der dritten und vierten Generation und Fluorchinolonen, wird als ein Hauptweg gesehen, einen Beitrag zur Verringerung der Resistenzbildung zu leisten. Vion setzt sich dafür ein, dies innerhalb der Produktion von tierischen Lebensmitteln zu realisieren.

Wenn Sie wei­ter­ge­hen­des In­ter­es­se an die­ser Fra­ge­stel­lung ha­ben emp­feh­len wir Ih­nen die In­for­ma­ti­ons­sei­ten des QS Sys­tems:

https://www.q-s.de/qs-system/monitoringprogramme-antibiotikamonitoring.html

"Was habe ich als Ver­brau­cher von die­sem Trans­pa­renz­the­ma?" Si­mo­ne Sal­mann aus Bam­berg be­ant­wor­tet von Bri­git­te Art­sch­wa­ger-Lo­ge­mann

Bri­git­te Art­sch­wa­ger-Lo­ge­mann: Mehr Informationen über die Herstellung von Lebensmitteln und Einblicke in die Arbeitsabläufe der Produktion von Rind- und Schweinefleisch. Wenn Sie wissen wollen, woher das Fleisch kommt, wie es verarbeitet wird und wie hoch die Standards in den Bereichen Tierschutz, Qualitätssicherung, Kontrollen und Hygiene sind, dann haben wir alle Informationen dazu auf unserer Website für Sie zusammengestellt, damit Sie sich als Verbraucher umfassend informieren können.

"Wie ich auf Ih­rer Sei­te sehe, kön­nen Tie­re die ge­schlach­tet wer­den Or­gan­ver­än­de­run­gen ha­ben. Hat das Aus­wir­kun­gen auf das Fleisch, das ich esse?" Elke Wey­mann aus Lüb­be­cke be­ant­wor­tet von Dr. Ge­re­on Schul­ze Alt­hoff

Dr. Ge­re­on Schul­ze Alt­hoff: Zunächst werden alle Rinder und Schweine, die am Schlachtbetrieb angeliefert werden, von einem amtlichen Tierarzt in Augenschein genommen. Er entscheidet darüber, welche Tiere für die Gewinnung von Lebensmitteln geschlachtet werden dürfen. Im direkten Anschluss an die Schlachtung der Tiere untersuchen amtliche Tierärzte und amtliche Fachassistenten erneut jeden Tierkörper und alle Organe. Diese Untersuchung dient dazu sicherzustellen, dass ausschließlich für den menschlichen Verzehr unbedenkliches Fleisch in den Handel gelangt. Bestehen Zweifel, führt der amtliche Tierarzt weiterführende Untersuchungen durch oder schließt in wenigen Fällen den gesamten Tierkörper für den menschlichen Verzehr aus. Darüber hinaus erfassen die amtlichen Untersuchenden die Organbefunde zu jedem Einzeltier. Diese Befunde leiten wir an den betroffenen landwirtschaftlichen Betrieb zurück, welcher die Daten gemeinsam mit seinem Hoftierarzt und Beratern für Maßnahmen zur Verbesserung der Tiergesundheit nutzen kann. Fleisch, das die amtliche Fleischuntersuchung passiert hat, ist also für den menschlichen Verzehr unbedenklich. 

"War­um schlach­ten Sie über­haupt tra­gen­de Rin­der?" Ma­ren Mey­ers aus Ham­burg, be­ant­wor­tet von Dr. Anne Hil­ler

Dr. Anne Hil­ler: Schlachtbetriebe haben durch die Schlachtung solcher Tiere keinerlei Vorteile. Da man weiblichen Rindern eine fortgeschrittene Trächtigkeit in den allerseltensten Fällen ansieht, wird die Trächtigkeit erst nach der Schlachtung festgestellt, wenn das Tier bereits tot ist. Der Landwirt, von dem das Tier stammt, erhält hierüber eine schriftliche Rückmeldung von Vion. Denn nur der landwirtschaftliche Herkunftsbetrieb kann verhindern, dass ein hochtragendes Rind überhaupt zur Schlachtung gelangt. Deshalb hat Vion alle Lieferanten informiert, die Abgabe hochtragender Tiere zu vermeiden. Vion bringt sich außerdem bei den relevanten Länderinitiativen in Bayern, Schleswig Holstein und Niedersachsen aktiv ein. Ziel ist es, die Schlachtung von Rindern besonders im letzten Drittel der Trächtigkeit zu verhindern. Darüber hinaus beteiligt sich Vion an Forschungsprojekten, die sich mit der Erhebung der Anzahl, der Erfassung des Trächtigkeitsstadiums und den Gründen für die Schlachtung gravider Nutztieren befassen. Wenn Sie weitergehendes Interesse an dieser Fragestellung haben empfehlen wir Ihnen die Lektüre eines Interviews mit Dr. Wittkowski: http://www.vion-tierschutz.de/wittkowski.php

"Die CO2 Be­täu­bung von Schwei­nen steht in der Kri­tik. War­um setzt Vion die­se Tech­no­lo­gie ein?" Frank Pe­ters aus Frank­furt be­ant­wor­tet von Dr. Anne Hil­ler.

Dr. Anne Hil­ler: Die Betäubung erfolgt in den industriellen deutschen Vion-Schweineschlachthöfen über moderne CO2– Betäubungsanlagen. Zugelassen in Deutschland sind grundsätzlich zwei Verfahren: die CO2 Betäubung und die Betäubung mit elektrischem Strom. Vion bevorzugt die Kohlendioxidbetäubung deshalb, weil die Schweine über die gesamte Zeit des Zu- und Eintriebs in die Betäubungsanlage zusammen in einer kleinen Gruppe bleiben können. Das ist für Schweine wesentlich schonender, als wenn die Tiere diesen Weg alleine, bzw. hintereinander gehen müssen. Ein weiterer Vorteil dieser Betäubung ist die sehr tiefe Bewusstlosigkeit, die das CO2 bewirkt. Die Schweine befinden sich in einer Narkose. Denn Tiere dürfen nach der Betäubung bis zum Eintritt des Todes nicht wiedererwachen. Vion hält die Betäubung mit Kohlendioxid hier für das bessere Verfahren. Auch  Tierschutz-Wissenschaftler und Tierschutzverbände sehen diese Vorteile der COBetäubung.  Selbstverständlich ist Vion ist an der Weiterentwicklung der Systeme für die Betäubung von Rindern und Schweinen nach aktuellem Stand der Technik interessiert. Zusammen mit  renommierten Forschern arbeiten wir ständig an Verbesserungen. Sollte es hier neue oder technische praxistaugliche technische Weiterentwicklungen geben, , werden wir diese in unseren Betrieben umsetzen.

Wenn Sie wei­ter­ge­hen­des In­ter­es­se an die­ser Fra­ge­stel­lung ha­ben emp­feh­len wir Ih­nen die Lek­tü­re ei­ner 2015 pu­bli­zier­te Ver­öf­fent­li­chung von Frau Prof. Mach­hold vom Max Rub­ner In­sti­tut in Kulm­bach: „Koh­len­di­oxid-Be­täu­bung beim Schwein – gibt es eine tier­schutz­ge­rech­te­re Gas­be­täu­bung?“

http://www.fgbaff.de/upload/meine_bilder/mtb-02-2015/B04_Machold.pdf

 

"Ich habe mir ei­nen IFS Au­dit­be­richt auf Ih­rer Web­sei­te an­ge­se­hen. Was be­deu­ten die Be­wer­tun­gen A, B C, D, Ma­jor und KO?" Pe­tra Lüt­ten aus Köln be­ant­wor­tet von Jür­gen Schmidt

Jür­gen Schmidt: Im Anforderungskatalog des IFS Food sind mehr als 276 einzelne Kriterien festgelegt. In einem Audit wird die Umsetzung in unseren Betriebsstätten von einem unabhängigen Auditor jährlich überprüft. Der Erfüllungsgrad jeder Forderung wird mit der Kategorie A, B, C oder D bewertet. Gravierende Abweichungen (Nichtkonformität) werden durch die Vergabe eines Major oder eines K.O. bewertet. Ein Major liegt vor, wenn es zu einem erheblichen Versäumnis bei der Erfüllung der Standardanforderungen bzw. zu einem möglicherweise ernsthaften Gesundheitsrisiko infolge der Nichterfüllung kommt. Einzelne Kriterien haben eine besondere Priorität bekommen. Wird ein K.O.-Kriterium mit “D” bewertet, führt dieses automatisch zur Beurteilung “nicht bestanden”. 

Hier die Ein­ord­nung im De­tail:

A       Vol­le Übe­rein­stim­mung

B       Na­he­zu vol­le Übe­rein­stim­mung

C       Nur ein klei­ner Teil des Kri­te­ri­ums wird er­füllt

D       Das Kri­te­ri­um laut Stan­dard wird nicht er­füllt

M (Ma­jor)    Das Kri­te­ri­um wird nicht er­füllt,

K.O.   Das Kri­te­ri­um wird nicht er­füllt.

NA     Das spe­zi­el­le Kri­te­ri­um trifft auf die­se Be­triebs­stät­te nicht zu

Wenn Sie wei­ter­ge­hen­des In­ter­es­se an die­ser Fra­ge­stel­lung ha­ben emp­feh­len wir Ih­nen das In­for­ma­ti­ons­an­ge­bot des IFS Food. https://www.ifs-certification.com/index.php/de/standards/23-ifs-food-de

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    In­for­ma­tio­nen zur Ver­wen­dung Ih­rer Da­ten fin­den Sie in un­se­rer Datenschutzerklärung.